20. Februar 2010 - 10:30 Uhr

Case-Study LLC: Wie gründet man eine Firma in den USA?

Die Idee eine eigene Firma in den USA zu gründen, hatten wohl schon viele, aber was bedeutet das praktisch? Ich plane genau das zu tun: Gründung einer LLC (Limited Liability Company) in Florida. So zumindest mein – zugegeben blauäugiger – vorläufiger Plan.

Ich möchte ein wenig die Hintergründe beleuchten, warum ich mich dazu entschlossen habe und hoffe an dieser Stelle auf viele Kommentare zu meinen Recherche-Ergebnissen und Erlebnissen/Erfahrungen.

Warum eine Firma in den USA gründen?

Wer Geschäfte macht mit US-Firmen stellt schnell fest, dass es Vorbehalte gibt, wenn die Geschäftsbeziehung “über den großen Teich” geht. Da ich schon einige Zeit nebenbei mit US-Autoersatzteilen handle, kann ich davon ein Lied singen.

Ganz konkret geht es mir darum, die Affiliate-Programme von US-Anbietern zu nutzen, um Werbung auf meinen englischsprachigen Auto-News-Seiten zu schalten. Wenn man sich deren Geschäftsbedingungen anschaut liest man immer wieder den gleichen Satz: “Nur für US-Bürger / US-Firmen”.

Natürlich gibt es Möglichkeiten über Postadressen in den USA denen “vorzugaukeln”, man wäre in den USA ansässig. Aber was ist mit den Erlösen? Alles “schwarz” in die Tasche stecken? Das kann man natürlich machen, aber irgendwann kommt die IRS (Internal Revenue Service) – das US-Finanzamt – oder der deutsche Fiskus dahinter und es gibt mächtig Ärger.

Meine größte Angst: Eine Klage in den USA

Man kennt ja die Klage-Wut in den USA aus den Medien und die Summen die dort aufgerufen werden machen mir am meisten Angst. Wie also die Haftung begrenzen?

Eine erste Recherche dazu, verschlug mich auf die Seiten einer “Gründungsagentur für Firmen” (incorporation service). Dort wurden die Vorteile einer LLC (limited liability company) herausgestellt: Haftungsbeschränkt, auch als Einzelperson gründbar – auch für nicht-US-Bürger – und keine Steuern (abhängig vom US-Bundeststaat). SUPER! Das machst Du! Und auch noch so billig. Unter 500US$ für die Gründung!

Und wo ist der Haken?

Das erfährt man dort nicht. Auch die diversen Internet-Foren für US-Interessierte geben nicht wirklich dazu Auskunft. Vorsicht: Es gibt reichlich Fallstricke, über die man sich vor der Firmengründung gedanken machen muß!

Ich habe mich auf meine im Studium gelernten Fähigkeiten zurückbesonnen und habe mir zur Recherche englischsprachige Literatur bestellt. ;-) Ja genau, diese – völlig antiquierten – Teile die sich Bücher nennen und kein “eBook”.

Ich lese aktuell noch einige wichtige Kapitel und werde im nächsten Teil der Serie über meine Erkenntnisse berichten. STAY TUNED!

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