Archiv » Firmengründung in den USA

05. März 2010 - 23:33 Uhr ~ View Comments

Case-Study LLC: Was ist bei dieser Rechtsform zu beachten?

Eins vorweg: Es ist nicht alles Gold was glänzt. Den Vorteil der “Limited Liability” (=Haftungsbeschränkung) erkauft man sich, durch das eingehen einer Partnerschaft, zusätzliche Abgaben, einen nicht unerheblichen bürokratischen Aufwand und die Besteuerungsvorteile eines US-Bürgers (Einkommenssteuersatz 25%) können auch nicht geltend gemacht werden. Das ist, was ich bisher rausgefunden habe (natürlich immer ohne Gewähr!):

Eine LLC bietet nur dann eine wirksame Haftungsbeschränkung, wenn es sich um “echte Geschäftspartner” handelt, nicht direkte Familienangehörige (Frau, Vater). Man kann zwar auch in einigen Bundesstaaten als Einzelperson eine “Single-LLC” gründen, dann entfällt aber die doppelte Haftungsbeschränkung, man ist dann nur geschützt, wenn die Firma verklagt wird. Wird man parallel als Inhaber der Firma persönlich haftend gemacht (was standardmäßig gemacht wird), entfällt dieser Schutz und man kann trotzdem haftbar gemacht werden.

Also wie funktioniert das Konstrukt nun operativ

Zwei Personen gründen eine “manager-managed LLC”. Einer wird zum geschäftsführenden Gesellschafter bestimmt. Der geschäftsführende Gesellschafter zahlt auf seine Einkünfte später zunächst 15,3% Sozialabgaben (in den USA), den Rest gibt er bei seiner persönlichen Steuererklärung (in Deutschland) als Einkünfte aus selbstständiger Arbeit mit an. Der nicht-geschäftsführende Gesellschafter versteuert (in Deutschland) die vollen Einkünfte als Ertrag aus selbstständiger Arbeit und braucht keine zusätzlichen Abgaben in den USA abführen. Die LLC zahlt keine Unternehmenssteuer, wenn sie in einem “Steuerparadie”-Bundesstaat ansässig ist (z.B. Florida und Nevada). » weiterlesen

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21. Februar 2010 - 09:35 Uhr ~ View Comments

Case-Study LLC: Warum nicht einfach eine Niederlassung in den USA gründen?

Es läge natürlich auf der Hand, einfach eine unselbstständige Niederlassung in den USA zu gründen. Meine Firma existiert schon über 10 Jahre in Deutschland, also wäre es kein Problem. Aber warum sollte man das tunlichst unterlassen?

Haftung einer Muttergesellschaft für die Niederlassung in den USA

Wenn die Niederlassung verklagt wird, haftet die Muttergesellschaft in vollem Umfang. Das Prozessrisiko mag für eine große Firma kalkulierbar sein, mir würde es sofort den Hals brechen. Da ich in Deutschland als eingetragener Kaufmann agiere – also persönlich voll haftend bin – stünde mein gesamter Besitz auf dem Spiel. Fazit: inakzeptabel!

Warum eine Tochtergesellschaft (incorporation) zu gründen auch – für mich – nicht in Frage kommt?

Das wäre vergleichbar mit einer GmbH in Deutschland. Der Nachteil liegt zum einen in der Doppelbesteuerung (Ausschüttung der Gewinne aus dem versteuerten Einkommen der Incorporation, um sie in Deutschland nochmal persönlich voll zu besteuern), wenn man nicht alle Gewinne in der US-Firma belassen möchte!

Zum anderen gibt es keine Sicherheit des Investments, wenn ein Anteilseigner persönlich verklagt wird. Wenn ich also 80% der Firma besitze und verliere in Deutschland mein Vermögen, gehen die 80% der US-Firma an die Gläubiger und noch viel schlimmer: Damit auch das Bestimmungsrecht für die Belange der US-Firma. Sprich der neue Eigentümer könnte die US-Firma sofort liquidieren. » weiterlesen

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20. Februar 2010 - 10:30 Uhr ~ View Comments

Case-Study LLC: Wie gründet man eine Firma in den USA?

Die Idee eine eigene Firma in den USA zu gründen, hatten wohl schon viele, aber was bedeutet das praktisch? Ich plane genau das zu tun: Gründung einer LLC (Limited Liability Company) in Florida. So zumindest mein – zugegeben blauäugiger – vorläufiger Plan.

Ich möchte ein wenig die Hintergründe beleuchten, warum ich mich dazu entschlossen habe und hoffe an dieser Stelle auf viele Kommentare zu meinen Recherche-Ergebnissen und Erlebnissen/Erfahrungen. » weiterlesen

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