16. Februar 2010 - 11:00 Uhr

Neue Betrugsmasche: Gründer erhalten von VDUG eine Nachnahmesendung

Betrugsversuch: Gründerbrief der VDUG UG (haftungsbeschränkt)UPDATE vom 16.02. – 10:00 Uhr: Soeben kommen neue Kommentare zu diesem Beitrag rein. Scheinbar ist die Aktion so lukrativ gelaufen, dass die VDUG weiter macht! Also: WEITERHIN VORSICHT! Scheinbar wurde der Betrag gleich von 57 Euro auf 65 Euro heraufgesetzt.

UPDATE vom 20.12. – 11:30 Uhr: Der offene Betrag von 57 Euro wurde gestern auf meinem Konto verbucht. Ich habe mein Geld also zurückbekommen. Wie es bei den anderen Geschädigten aussieht, kann ich nicht sagen. Wenn jemand dies liest: ICH BITTE UM RÜCKMELDUNGEN! Bleibt mir nur nochmal darauf hinzuweisen sehr vorsichtig zu sein, wenn man gerade ein Geschäft in Handelsregister hat eintragen lassen!

UPDATE vom 18.12. – 11:00 Uhr: Gestern Nachmittag kam, kurz bevor ich mich auf den Weg zur Polizei machen wollte, ein Fax mit einer Überweisungsbestätigung von der VDUG – über den offenen Betrag von 57 Euro. Herr Saupe ist also bemüht, die Angelegenheit aus der Welt zu schaffen. Zumindest bei mir. Nun warte ich ab, dass das Geld auch tatsächlich gutgeschrieben wird.

UPDATE vom 17.12. – 9:00 Uhr: Auch nach drei Wochen ist der angeblich zurücküberwiesene Betrag nicht eingegangen. Ich habe Herrn Saupe vor zwei Tagen eine entsprechende finale Aufforderung zur Rückzahlung per Fax zukommen lassen. Die Antwortfrist hat er verstreichen lassen. Also gehe nun auch ich zur Polizei und werde Anzeige erstatten.

UPDATE vom 27.11. – 9:15 Uhr: Herr Saupe hat sich in der Zwischenzeit bei mir gemeldet und beteuert, dass es sich um einen Computerfehler gehandelt hat. Das Geld würde mir umgehend erstattet werden. Nach Rücksprache mit Herrn Buller, haben sich zwischenzeitlich über 60 Betroffene gemeldet und auch Anzeige erstattet.

Wer seine neue Firma ins Handelsregister eintragen läßt, erhält danach eine Flut von “Offerten” zur Eintragung in irgendein “Unternehmensverzeichnis”. Durch den offiziellen Charakter dieser Angebote gibt es immer wieder Firmengründer die darauf hereinfallen. Rechtlich sind solche Aktionen allerdings nicht zu beanstanden. Daher weist die IHK in einem Schreiben bereits vorsorglich darauf hin.

Gestern mußte ich jedoch feststellen, dass es eine neue Masche gibt: Es kam ein Nachnahme-Schreiben von der VDUG UG (haftungsbeschränkt) im Din-A4-Umschlag, auf dem in der linken oberen Ecke ein Aufkleber prangt, der die Aufschrift “Gründerbrief für Handelsregister Nr: HRA 5892 PI Amtsgericht Pinneberg” trägt. Die fett gedruckten Worte in der größten Schriftgröße. Darunter steht dann ganz klein: Kein Amtliches Dokument.

Nachfrage beim Postboten: “Von wem kommt das Schreiben?” Dieser schaute auf den Brief und meinte: “Vom Amtsgericht Pinneberg”. Also alles bestens. Und schon waren die 57 Euro weg. Zurück blieb nur ein Zahlbeleg.

Am Abend wurde mir freudig berichtet, dass die Unterlagen vom Amtsgricht gekommen sind! Aber die hab ich doch schon vor zwei Wochen bekommen!? Also was verbirgt sich in dem Umschlag: Ein buntes Din-A4-Blatt (siehe Bild), sowie ein Anschreiben in dem Druckerzeugnisse angeboten werden, sowie der Hinweis auf die Zusendung einer ordnungsgemäßen Rechnung über den gezahlten Betrag. GEHT´S NOCH???

Ich habe die Firma also – per Fax – gestern Abend angeschrieben und heute morgen ein “Entschuldigungsfax” bekommen. Die hatten sogar abends um 21:20 Uhr noch versucht anzurufen. Sieht soweit alles seriös aus. Allerdings nur solange, bis man die Meldung vom Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland gelesen und mit dem zuständigen Herrn Buller gesprochen hat. Stand vorhin, haben sich bereits 55 Geschädigte gemeldet, wobei dies sicherlich nur eine Dunkelziffer ist. Sein Rat: Sofort Strafanzeige stellen.

Die betreffende Firma “VDUG UG (haftungsbeschränkt), Verlagsgesellschaft deutscher Unternehmensgründer, Hauffstr. 13, 14548 Schwielowsee OT Geltow” gehört einem Herrn Oliver Saupe und ist bis dato noch nicht ordnungsgemäß eingetragen worden. Ein Check bei der Creditreform viel negativ aus.

ALSO: VORSICHT VOR DIESER NEUEN MASCHE!
UND: INFORMIEREN SIE ANDERE EXISTENZ- ODER FIRMENGRÜNDER!

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    mir wurde der selbe brief zugeschickt, doch ich war zum glück nicht da. bei der Post war ich skeptisch, habe den absender jetzt erstmal gegooglet und daruaf das hier gefunden.
  • Anne
    Hallo!

    Vor etwa einer halben Stunde wurde uns auch so ein Brief zugeschickt.
    Erst angenommen, nach Zwischenwurf unserer Chefin aber noch rechtzeitig verweigert..
    Glück gehabt...
  • Dieses Jahr ist der Preis sogar noch erhöht worden. Ich sollte heute 65 € bezahlen. Die Masche läuft also immer noch. Der Postbote hat den Brief gleich wieder mitgenommen.
  • InfoCat700
    Die Leute machen munter weiter. Soeben habe ich eine solche Nachnamesendung von der VDUG verweigert! Also weiterhin Augen auf!
  • Tja, schlechte Zeiten für Deppen, die auf Maschen von vor 20 Jahren reiten wollen, und die gefährlich schnelle Welle der Aufdeckung durch Social Networks verpasst haben ;-) RT Gorby: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben", - passt auch hier. Gut gemacht, Jens!
  • ronaldvaneenennaam
    Auch ich hab ein Schreiben bekommen und ein Rechnung/Nachnahmesendung in höhe von € 57.-- für die Anmeldung von Uedem am See GmbH
  • Hans
    Könnten Sie bitte Ihr Schreiben sowie das "Entschuldigungsfax" veröffentlichen?
  • Ich habe aktuell keinen Scanner zur Verfügung, werde die Schreiben aber später noch online stellen. Aktuell warte ich noch ab, was sich ergibt.
  • M. Godinho
    Guten Tag,

    von meiner Firma wurde versucht, mittels "Briefzustellung" 57€ zu entwenden!
    Der Absender war:

    "VDUG UG Verlagsgesellschaft deutscher Unternehmensgründer".

    Die Überweisungsträger waren vorausgefüllt mit folgendem Geldempfänger;

    CWE Saupe u.a. GbR, Konto 323180000, BLZ 12070024, Deutsche Bank, VZ: #005:10.11.2009:00363".

    Hinter CWE Saupe steht lt. Internet ein gewisser Oliver Saupe mit folgenden Tel.-Nummern; (033844) 75917 Tel.mobil: 0174 329 4940.

    Bitte geben Sie diese Information Ihren Lesern weiter!
    Danke und Gruß

    M. Godinho
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