11. Juni 2010 - 10:56 Uhr ~ Kommentare deaktiviert

Haste mal ‘nen Euro? Spenden sammeln im Netz

Nach Crowd-Sourcing kommt jetzt auch Crowd-Fundraising. Macht ja Sinn, über das Internet mit Kleinbeträgen die erforderlichen Summen aufzubringen. Mit neuen "Bezahlmethoden" wie Flattr kombiniert steht dem "schnellen Euro" also nichts mehr im Weg. Vorteil im Netz: Man sucht sich Projekte raus, die einen nachhaltig überzeugen. Ist mir wesentlich lieber als die Spendendose auf der Straße hingehalten zu bekommen, wo man nicht weiß wo das Geld tatsächlich bleibt.

Wer die Idee für ein kreatives Werk hat, nicht aber über die finanziellen Mittel zu dessen Realisierung verfügt, der kann sich über Spendenportale das notwendige monetäre Polster schaffen. Soweit der Plan. Der Erlös entspricht jedoch selten den Erwartungen.
 
Auch heute noch können Künstler mit viel Glück das Herz eines Förderers gewinnen, der ihnen fortan ihre Werke (und damit ihren Lebensunterhalt) finanziert. Nur leider steht der wachsenden Anzahl künstlerisch Berufener eine gleichbleibende, wenn nicht sogar sinkende Anzahl zahlungswilliger Mäzene gegenüber. Eine denkbare Lösung aus dieser Misere: Niedrigere Beträge von mehr Spendern. [Weiterlesen...]

03. Oktober 2009 - 16:00 Uhr ~ View Comments

Ist Crowdsourcing überbewertet? Oder gar nutzlos?

Deutsche Übersetzung: Die Weisheit der Vielen von James Surowiecki

Deutsche Übersetzung: Die Weisheit der Vielen von James Surowiecki

Wer das Crowdsourcing-Buch schlechthin “Wisdom of the Crowds von James Surowiecki” gelesen hat – ob im Original, oder der deutschen Übersetzung – beschäftigt sich früher oder später damit, diese “Macht” für eigene Projekte zu nutzen. Ich selbst plane seit geraumer Zeit ein Projekt, was auf der Mithilfe der Vielen aufbaut.

Umso mehr hat mich die Headline dieses Artikels auf ReadWriteWeb aufgeschreckt, der von einer Studie von Prof. Vassilis Kostakos der Carnegie Mellon University (CMU) berichtet. Die “kleine dreckige Wahrheit” ist letztendlich die Aussage, dass kleine Gruppen die größten Beiträge produzieren.

Aber diese Formel kennt man ja schon lange: 90% lesen, 9% bewerten, 1% kommentieren. Problematisch wird es, wenn es nicht um die Zusammenstellung von Wissen geht (siehe Crowdsourcing bei Wikipedia), sondern um das Einfordern von Bewertungen. Wenn also die Meinung weniger, die Wahrnehmung vieler beeinflußen könnte.

Also Entwarnung? Jein. In jedem Fall ist bei Crowdsourcing-Projekten einen nicht zu unterschätzender Anteil an Moderationsarbeit mit einzuplanen. In diesem Sinne: Happy crowdsourcing! ;-)