Case-Study LLC: Warum nicht einfach eine Niederlassung in den USA gründen?
Es läge natürlich auf der Hand, einfach eine unselbstständige Niederlassung in den USA zu gründen. Meine Firma existiert schon über 10 Jahre in Deutschland, also wäre es kein Problem. Aber warum sollte man das tunlichst unterlassen?
Haftung einer Muttergesellschaft für die Niederlassung in den USA
Wenn die Niederlassung verklagt wird, haftet die Muttergesellschaft in vollem Umfang. Das Prozessrisiko mag für eine große Firma kalkulierbar sein, mir würde es sofort den Hals brechen. Da ich in Deutschland als eingetragener Kaufmann agiere – also persönlich voll haftend bin – stünde mein gesamter Besitz auf dem Spiel. Fazit: inakzeptabel!
Warum eine Tochtergesellschaft (incorporation) zu gründen auch – für mich – nicht in Frage kommt?
Das wäre vergleichbar mit einer GmbH in Deutschland. Der Nachteil liegt zum einen in der Doppelbesteuerung (Ausschüttung der Gewinne aus dem versteuerten Einkommen der Incorporation, um sie in Deutschland nochmal persönlich voll zu besteuern), wenn man nicht alle Gewinne in der US-Firma belassen möchte!
Zum anderen gibt es keine Sicherheit des Investments, wenn ein Anteilseigner persönlich verklagt wird. Wenn ich also 80% der Firma besitze und verliere in Deutschland mein Vermögen, gehen die 80% der US-Firma an die Gläubiger und noch viel schlimmer: Damit auch das Bestimmungsrecht für die Belange der US-Firma. Sprich der neue Eigentümer könnte die US-Firma sofort liquidieren. » weiterlesen
